Brauner Käse und Fischsuppe… Essen in Norwegen

Brauner Käse und Fischsuppe… Essen in Norwegen

Norwegenurlauber kennen das sicher. Man sitzt in einem norwegischen Restaurant oder steht im Supermarkt und kann sich nicht ganz durchringen, die traditionellen norwegischen Köstlichkeiten zu probieren. Dabei lohnt es sich allemal, den Schritt auf kulinarisches Neuland zu wagen. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter brunost, tørrfisk und rømmegrøt? Hier einige kulinarische Spezialitäten aus Norwegen vorgestellt.

Brunost

Eine mittlerweile auch in Deutschland bekannte Spezialität aus der norwegischen Küche ist der brunost (brauner Käse). Das Besondere am Brunost ist seine Zusammensetzung und sein einzigartiger Geschmack. Er wird aus Molke, sowohl von Kuh- als auch Ziegenmilch, hergestellt und hat einen leicht süßlichen oder karamelligen Geschmack. Man könnte also sagen, es ist ein süßer Ziegenkäse. Den hellbraunen Käse kann man übrigens hervorragend auf Keksen oder Crackern essen.

Fiskesuppe

Wer Norwegen kennt weiß, dass Fisch auf dem Speiseplan allgegenwärtig ist. Da verwundert es nicht, dass Fischsuppe eine Spezialität der norwegischen Küche ist, egal ob als norsk oder bergensk fiskesuppe, die Fischsuppe ist ein Schmaus und muss probiert werden – wenn man denn Fisch mag.

Tørrfisk (Stockfisch)

Wo wir schon bei Fisch sind. Trocken- oder Stockfisch ist eine Spezialität, die weltweit Absatz findet. Es handelt sich dabei um ungesalzenen, luftgetrockneten Fisch von den Lofoten. Zumeist wird der Dorsch im nördlichen Atlantik gefangen und Anfang Januar in der salzigen und windigen Seeluft im milden Klima der Lofoten aufgehängt und mehrere Monate getrocknet. Die sehr alte Möglichkeit des Haltbarmachens durch Trocknung lässt den Fisch dann mehrere Jahre lang haltbar werden. In Norwegen ist man den getrockneten Fisch wie er ist. In Italien und Portugal wird der Fisch erst in Wasser eingelegt und danach gegessen. Tørrfisk ist auch unter lutefisk oder klippfisk bekannt. Klippfisk ist allerdings gesalzen und extra gepresst. Lutefisk ist die bereits gewässerte Variante.

Für die Sprachliebhaber noch eine Anmerkung: das norwegische Wort für Dorsch ist torsk. Etymologisch lässt sich dies auf das altnordische turskr zurückführen, welches ebenfalls turrfiskr (also tørrfisk) bedeutet.

Rømmegrøt

Rømmegrøt ist heute für viele Urlauber eine bekannte norwegische Nachspeise, wobei der Brei in Norwegen traditionell auch als Begrüßungsessen auf Hochzeiten gereicht wird. Man isst ihn warm oder kalt und mit Zucker und Zimt. Der Brei wird aus rømme gekocht, einer Art saurer Sahne oder Schmand. Unter Hinzugabe von Mehl und Milch entsteht ein schmackhafter säuerlicher Brei. Beim Aufkochen der rømme setzt sich Butter ab, die zuerst abgeschöpft wird und dann kurz vor dem Servieren über den fertigen Brei gegossen wird.

Smørbrød

Welcher Skandinavienliebhaber hat noch nichts vom skandinavischen „Butterbrot“ gehört. Es handelt sich dabei aber nicht immer um eine Scheibe Brot mit Belag, sondern ist mittlerweile eher als Sandwich zu sehen. Smørbrød gibt es in sämtlichen Varianten vom skinkesmørbrød (mit Schinken) bis hin zum rekesmørbrød (mit Krabben). Smørbrød isst man sowohl als Imbiss oder Hauptmahlzeit. Zwei spezielle Varianten seien noch vorgestellt:

Das Patentsmørbrød ist ein Brot mit Spiegelei und Speck und sehr reichhaltig. Unter einem karbonadesmørbrød versteht man ein Sandwich oder Brot mit einer Frikadelle und Beilagen.

In Dänemark ist das smørbrød unter smørrebrød bekannt, in Schweden findet es sich unter dem Namen smörgås.

Kransekake

Der kransekake oder Kranzkuchen wird aus Mandelteig gebacken. Dabei werden einzelne Ringe geformt und ausgebacken, die dann später zu einem Turm gestapelt werden. Zusammen mit kleinen norwegischen Flaggen garniert wird der kransekake zum Geburtstag oder zu anderen Feiertagen in Norwegen gebacken und serviert.